24. Feb 2008

Kat. Hörbuch | 0 Kommentare

Die Weiße Rose: Ein harter Geist …

weisse-rose-scholl.jpgFünf Studenten und ein Professor – das war 1943 jene kleine Gruppe, die mehr Mut und Aufrichtigkeit besaß, als die meisten Menschen in diesem Land. Jene duckende Mehrheit, ohne die keine Diktatur möglich ist. Und jene Masse aus Mitläufern, die in vorauseilendem Gehorsam sich jenen “da oben” andient – wie jener Hausmeister der Münchner Universität, der Hans und Sophie Scholl nachlief. 4 Tage später wurden sie der Guillotine übergeben …
“Harter Geist und weiches Herz”, ursprünglich die Losung des Bruders Hans, wurde von Sophie Scholl übernommen. Wie die Vernehmungsprotokolle zeigen, lebte sie auch diese Losung. Die Protokolle waren bis zur Wende in den Stasi-Archiven untergebracht. In dem Film von Marc Rothemund “Sophie Scholl – die letzten Tage” (2005) wird daraus zitiert. In Form des Hörbuchs “Sophie Scholl – Das Verhör” werden sie von Anna Clarin merkwürdig fahrig und schnell vorgelesen (Spieldauer ca. 80 Minuten, längere Hörprobe bei Audible – gibt es aber auch als CD). Falls das ein Stilmittel sein soll, dann ist es mir zu simpel geraten.
Etwas besser gefällt mir da “Harter Geist und weiches Herz. Das intellektuelle Umfeld der Weißen Rose” von Barbara Ellermeier (Hörprobe) bei auditorium maximum erschienen. Da mehrere Sprecher eingesetzt werden, ist es abwechslungsreich. Vor allem aber: Die wichtigen Hintergründe des “Umdenkprozesses” bei den Mitgliedern der Weißen Rose kommen zur Sprache. Schade nur, dass das zum Teil so trocken wie in einer Geschichtsvorlesung passiert. Hier hat der Regie der Mut gefehlt, ein ernstes Thema freier zu bearbeiten. Dennoch empfehlenswert.
Aufmerksam machen möchte ich noch auf das sehr gute Begleitheft zum oben erwähnten Film der Bundeszentrale für politische Bildung, das als kostenloser PDF-Download abrufbar ist (lesenswert ist auf der Homepage der Bundeszentrale der ganze Schwerpunkt zum Thema “Weiße Rose”).

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