22. Jun 2009

Kat. Einzelstücke, Top | 13 Kommentare

Einzelheiten zum neuen Audible-Format

Audible denkt um

Audible denkt um

Momentan gibt es zwei große Marktführer im Hörbuch-Download-Bereich: Zum einen Claudio - zum anderen Audible. Wie früher schon bemerkt, beide bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück – aber um so mehr Spielraum für Verbesserungen ist gegeben. Audible entstand in einer Zeit, als DSL-Zugänge noch nicht so üblich wie heute waren – viele surften per Modem oder ISDN. Also versuchte das Portal, seine Dateien möglichst klein zu halten – was auf Kosten der Tonqualität ging. Viele Hörbücher waren dumpf, hatten ein Rauschen, erinnerten an alte Radios. Seit Jahren hat sich die Situation für die meisten Surfer geändert, DSL-Flatraten sind billig geworden – aber lange, lange musste der Kunde Audible anflehen, bis der Dienst sich endlich vor ein paar Wochen entschloss, sein Format auf einen aktuellen Stand zu bringen. Dies ist jetzt geschehen – hier ein paar Einzelheiten dazu:

  • Das neue Format AAX bzw. AAX+ (64 kBit/s und 128 kBit/s mit 44 kHZ; Stereo) kann weiterhin von allen iPod-/Nano-/iPhone-Varianten abgespielt werden (plus einigen anderen aktuellen Playern z. B. von Philips).
  • Der größte Teil (etwa 7900 deutsche Titel + 5000 englische) des Audible-Bestands ist auf dieses Format bereits umgestellt.
  • Wer “alte” Hörbücher bei Audible erworben hat, der kann sich direkt und kostenlos die verbesserte Variante downloaden.
  • Wenn man jetzt eine Bestellung tätigt, wird automatisch die verbesserte Variante eingesetzt (ansonsten erscheint im eigenen Account der Hinweis “Nicht in AAX vorhanden”).
  • Wichtig ist, dass man bei dem Abschnitt “Eigene Bibliothek” seinen Player eingegeben hat (die iPods der ersten Generation – liegt schon etliche Jahre zurück – können wohl nicht mit dem neuen Format umgehen).

“Tonmäßig” ist damit Audible ab sofort wieder empfehlenswert – in Punkto Design, Navigation, Nutzerführung usw. bleibt dieser große Dienst veraltet. Aber wenn man es einmal gewohnt ist, kann man damit leben. Trotzdem bleibt es unverständlich, warum sich Audible durch diese dürftige Präsentation Kundenaufträge seit Jahren entgehen lässt …

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  1. konfluenzpunkt sagt:

    Was mich stört, dass die Cover “Exklusiv” sind. Warum schafft es Audible nicht ordentliche Cover ohne die Exklusiv-Ecke anzubieten? Stört mich jedes Mal.

  2. Herbert sagt:

    Die Cover kann man relativ leicht selbst austauschen (z. B. gegen ein “Original”-Cover von Amazon): Die Audible-Datei in iTunes laden und unter Optionen die neue Bilddatei einfügen.

  3. Hallo zusammen, unsere (zugegebenermaßen etwas in die Zeit gekommene) Website ist seit gestern in einem neuen Gewand zu begutachten. Wir freuen uns immer über Feedback! (gerne auch kritisches Feedback, welches uns hilft, uns weiter zu verbessern)

  4. Ich konvertiere meine AAX-Hörbücher zu MP3 und kann dann damit machen was ich will:

    http://blogorama.eisbrecher.net/2009/10/aax-zu-mp3-umwandeln-mit-soundtaxi-media-suite/

    Down with DRM!

  5. Ich habe gerade einen neuen AAX-Konverter entdeckt, getestet und gekauft: Aimersoft Media Converter heißt das gute Teil und hier ist es zu finden:

    http://blogorama.eisbrecher.net/2010/01/aax-zu-mp3-umwandeln-mit-aimersoft-media-converter/

    Ein Spitzen-Programm, absolut empfehlenswert!

  6. Herbert sagt:

    VirtualCD finde ich für solche Zwecke ganz geeignet – wie lange braucht die Konvertierung mit dem von Dir empfohlenen Programm?

  7. Die AAX-Hörbücher werden 1:1 konvertiert, also 2 Stunden Payback.aax wird in 2 Stunden zu Payback.mp3 übersetzt. Was aber kein Problem ist, da man’s über Nacht machen kann. Während ich schlafe schiebt Aimersoft Media Converter Nachtschicht und fährt den PC mit “Turn off computer after conversion” im Morgengrauen automatisch runter.

    Ich bin ein unversöhnlicher Apple-Feind, also kommen mir iPods und Nanos nicht ins Haus. Wer einmal einen Archos Mediaplayer benutzt und genossen hat, will von iPod & Co. nichts mehr wissen.

    Liebe Grüße und Ohren auf!

  8. Herbert sagt:

    Das mit dem Apple-nicht-wollen verstehe ich ja – aber in diesem Fall kostet das natürlich viel Zeit. Wenn man mit iTunes die AAX als Virtuelle CD brennt, sind das ein paar Minuten – danach der Import als MP3 (von mir aus mit Windows Media Player, wenn man iTunes so wenig wie möglich nehmen möchte) – gibt für die 2 Stunden geschätze 10 Minuten Konvertierungszeit. Das nur mal als Vergleich – jeder wird seine eigene Methode finden … :-)

  9. Ich habe den Music Converter runtergeladen und die Vollversion gekauft. Nur ich bekomme nach der Konvertierung keinen Ton, woran liegt das? Ich stehe irgendwo auf der Leitung

  10. Herbert sagt:

    Du hast ja die Vollversion eines Programmes gekauft – in der Regel bietet dann der Hersteller auch einen technischen Support zu seinem Programm an. Also dort einfach mal nachfragen, die kennen ihr Produkt ja noch am besten …

  11. Habe den Fehler selbst gefunden. Ich habe itunes selbst vorher geöffnet, muß es dem Konvertierer überlassen, dann gehts.
    Jetzt habe ich ein anderes Problem:
    Da ich jetzt eine große mp3-Datei habe, fängt mein MP3-Player nach Unterbrechung immer wieder von vorne an (habe die Datei auf die Speicherkarte meines Telefons gezogen). Gibt es eine Möglichkeit, o. ein Programm, Leszeichen zu setzen oder muß ich die Datei teilen?

  12. Der oben erwähnte Aimersoft Media Converter konvertiert nach diversen Updates jetzt auch ohne installiertes iTunes! Ebenso der Daniusoft Video Converter Ultimate:

    http://blogorama.eisbrecher.net/2010/07/25/daniusoft-video-converter-ultimate-ist-ein-multimedia-universalgenie/

    Auch kann man jetzt nebenbei beliebig Musik hören ohne daß die auch im Hörbuch landet. Eine feine Sache!

  13. der teiler sagt:

    mp3directcut kann man gut zum teilen benutzen. it#s free ;)

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