17. Mai 2008

Kat. Hörbuch | 6 Kommentare

Flop: Sehen wir uns morgen?

sehen-wir-uns-morgen.jpgSchade, schade – die Grundidee war so putzig: Mutter und Tochter sehen sich aus zeitlichen Gründen kaum und hängen daher kleine Zettelchen an den Kühlschrank. Kommunikation via Post-it-Haftzettel – das hätte vielleicht so orginell werden können, wie das “Liebe Sabine”-Hörbuch. Aber Alice Kuipers “Sehen wir uns morgen?” bleibt viel zu platt. Schnell hasten die Zettelchen vom leichten Geplapper zum Eingeständnis, dass jemand Krebs hat. Das nimmt den Leser nicht mit, die Charaktere werden nicht entfaltet. Krebs und Tod nur in eine Handlung “reinzuklatschen”, weil es so hübsch tragisch klingt – das sollte man Groschenromanen überlassen. Die beiden Sprecherinnen können da auch nicht mehr viel retten, obwohl sie sich Mühe geben. Der 15-jährigen Tochter gelingt das sprachlich auch ganz gut, die Mutter ist von Anfang an allerdings etwas zu “gedämpft”. Wie auch immer: Keine Empfehlung.

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  1. Denise sagt:

    Hallöchen,
    ich bin zwar gerade mal zarte 13 jahre alt, allerdings bin ich mal so frei und stelle mein Urteil über das Buch von Alice Kuipers da:
    Ich persönlich finde diesen Roman alles andere als Hingeklatscht! Kann ja sein, dass ich die geschichte als Kind noch im großen und ganzen aus einem anderen Blickwinkel betrachte, jedoch ist es mir im Moment egal, aus welchem Blickwinkel ich sehe, da ich den besonderen Roman einfach umwerfend finde! Meine Mutter hatte ihn sich gekauft, ich hatte ihn bereits ca 18 mal durchgelesen, dabei immer und immer wieder von neuem anfangen müssen zu weinen, bevor meine Mutter überhaupt einmal die Chance hatte, an das Buch herranzukommen.
    Vielleicht habe ich als Kind ja wirklich eine andere Sicht, aber ich finde das Buch mehr als empfehlendswert, weil sich das eigentliche Buch wirklich im Kopf abspielt, nicht auf den paar Seiten Papier die ich in dem Moment in der Hand halte. Ich finde das eine gewagte, jedoch erfolgreiche Art des Schreibens, was ich an Alice Kuipers sehr bewundere.
    Viele Grüße,
    Denise

  2. Hi,
    also ich finde das Buch super.Ich hab es auch schon voll oft gelesen und immer wieder geweint.Ich kann die Kritik überhaupt nicht bestätigen und würde es jeden weiter empfehlen, egal wie alt derjenige ist.Ich bin auch erst 13,aber ich denke das Alter spielt überhaupt keine Rolle.Ich würd mir das Buch sofort nochmal kaufen.Ich finde es fantastsich.Traurig,einfühlsam und manchmal sogar ein wenige lustig.
    Normalerweise mag ich keine traurige Bücher,aber das ist wirklich toll.Nur echt traurig das das oft so ist.
    L.g Jenny

  3. Dagmar sagt:

    Ich habe das Buch auf Empfehlung meiner Tochter gelesen und halte es für ein sehr gelungenes Buch, das jeden Cent wert ist. Als Mutter/Tochter findet man sich in vielen Situationen wieder. Ich hatte auch das Gefühl, im Laufe der Geschichte durch die Kürze der Briefe viel über den gesundheitlichen/seelischen Zustand besonders der Mutter zu erfahren. Es ist sehr gut nachvollziehbar, wie schwer es fällt mit dem eigenen Kind über die Konsequenzen einer schlechten Krebsprognose zu reden. Ich empfehle das Buch gerne allen Müttern und Töchtern. mfg Dagmar

  4. Ich lese gerne und viel und habe dadurch mittlerweile ein Gefühl dafür entwickeln können, wann Charaktere unausgereift wirken, wann sie unglaubwürdig sind und sogar, wenn sie einfach nicht in das Konzept des Buches passen.

    Die Geschichte hat mich sehr bewegt, sie mag zwar keine wirklichen, tiefgründigen Sachverhalten klären, oder gar in die Psyche des jeweiligen Menschen eingehen, doch wie sagt man so schön “Man sollte immer hinter den Zeilen lesen.” Allein dadurch habe ich ein Gefühl, eine Symphatie zu den beiden Protagonisten aufbauen könnn, habe mir, die unbeschriebenen Szenen, die auf den Post-Its kurz angerissen wurden, sehr gut vorstellen können. Ich meine, im Grunde kennt jede Frau, diese Mütter-Töchter-Dynamik. Vielleicht für einen Mann etwas schwer zu verstehen, aber nicht gänzlich unmöglich ;) .

    Auf jeden Fall hat mich das Buch sehr mitgenommen, angeregt. Auch wenn es, zugegeben, schade ist, dass ich es, wenn ich großzügig bin, in nur einer Stund durchgelesen habe. Für mich hat sich jedoch jeder Euro gelohnt, den ich in dieses Buch und die Erfahrung, die ich sammeln konnte, ausgegeben habe.

  5. Alexia sagt:

    Also ich finde das das Buch überhaupt kein Flop ist!
    Es ist mein Lieblingsbuch!
    Die meisten Erwachsenen in anderen Foren sagen das das Buch zu kurz ist und so…
    Aber es ist ja auch ein Jugendbuch!
    Es ist schon in 1 1/2 stunden durch gelesen!
    Aber man muss weinen!
    Und liest es noch mal und dann nochmal und nochmal!
    Dieses Buch ist echt empfelentswert!
    Lg
    Alexia

  6. Also ich habe dieses Buch ebenfalls schon gelesen auf der Fahrt nach Wien nach Linz und konnte mir nichteinmal im Zug das Weinen verkneifen, da die Geschichte zu Anfangs noch so nett und lustig wirkt und dann plötzlich wird man aus dieser Traumwelt die perfekt scheint, im übertragenenen Sinne, “herausgerissen” als man liest wie das Mädchen nach und nach zerbricht an der Tatsache ihre Mutter zu verlieren.
    Man trauert mit ihr und die Geschichte ist in keinerlei Hinsicht an den Haaren herbeigezogen oder “platt”. Sie zeigt ENDLICH einmal ohne Angst, wie sich Menschen fühlen die ihre Liebsten an eine Krankheit verlieren, welche sie ohne irgendeine Schuld haben.
    Ich finde dieses Buch wünderschön.
    Da es so gut zeigt was dieses Mädchen fühlt.
    Es zeigt uns die Angst vorm Alleinsein, die Trauer um einen geliebten Menschen.
    Für mich ist das Buch für jedes Mädchen und auh Jungen lesenswert. Es ist ein Jugendbuch und muss nicht wie jedes andere Buch jedem gefallen.
    Ich selbst bin jetzt 15 und habe es vor 1 oder 2 Jahren gelesen und es vor ein paar Tagen wieder entdeckt und wieder gelesen und auf ein Neues geweint.
    Ich empfehle es jedem der nicht so viel Zeit hat zu lesen und keine in die Länge gezogene Handlungen mag. :D
    Lg. Anna

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