11. Mrz 2008

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Relaunch Bayerischer Rundfunk – staubtrocken

bayern-online.gif Heute, 10. März 2008, in den Nachtstunden hat der Bayerische Rundfunk allen seinen Sendern ein neues Web-Design verpasst, ein sog. Relaunch. Nun hatte BR-Online bisher eigentlich ein ganz akzeptables Web-Angebot (in Königsblau gehalten), so dass man eigentlich erwartet hatte, einige zeitgemäße Verbesserungen zu finden. Aber oh Graus, oh Graus! Wer hat denn um alles in der Welt dieses Design entworfen? Der einzige Pluspunkt ist, dass es “lesefreundlicher” durch weiße Flächen geworden ist. Damit sind wir aber auch schon am Ende. Fade, blass und unattraktiv kommt es daher – mit einem Wort: schnarch-langweilig. Ein einsamer Button im Web 2.0-Design hat es geschafft, die obere Bildhälfte zu bezwingen. Sicher, Puristen und Minimalisten werden ihre Freude daran haben (das Argument, Anwendern mit Sehschwächen helfen zu wollen, sticht nicht, denn jeder moderne Browser hat für diese Fälle genügend Einstellmöglichkeiten). Sogar die umständliche und nun wahrhaft funktional-verbesserungswürdige Podcastseite wurde 1:1 übernommen und nicht überarbeitet. Dazu finden sich jede Menge technischer Mängel, so das fehlende Adresszeilen-Icon für Feeds, reihenweise 404-er-Fehler usw. usw. usw. Wer nur mag da die Rundfunkmacher beraten haben? Eine vertane Chance!
Nun mag der Bayerische Rundfunk nicht so viel Geld wie das ZDF haben, die ja mit ihrem neuen Auftritt und der sehr guten Mediathek (einschließlich Feeds!) zeigen, wie man es machen kann. Aber auch bei schmalen Budget und weniger ausgereiften technischen Kompetenzen hätte es doch wohl zumindest für eine seriöse aber doch anziehende Variante reichen müssen, die der kleine RBB schafft, oder? Bayern, Du Land der Notebooks und Lederhosen – Du hast ein tolles Rundfunkangebot – und versteckst es in Schuhkartons …!

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