17. Dez 2007

Kat. Podcasttipp | 0 Kommentare

Schalom – Podcastreihe zum Judentum

shalom.gifEin Stück vom Judentum verstehen zu können, das wäre schon mal eine feine Sache. Besonders wir in Deutschland denken da ja oft in schmalen Bahnen: Entweder unsere Assoziationen bewegen sich im Rahmen der geschichtlichen Verfolgung durch Nazi-Deutschland oder landen bei aktuellen politischen Gegebenheiten, die mit Israel zu tun haben. Die Podcastreihe “Schalom” vom Bayerischen Rundfunk setzt hingegen beim Alltag der jüdischen Gemeinden an und wird vom Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden gestaltet. Dadurch sind es alltägliche Dinge und Themen, die man erfährt – und man gewinnt so einen Einblick in eine ganz besondere religiöse Tradition.
Sehr gerne hätte ich auch – statt religiöser Info-Seiten – zu diesem Thema die zwar alten aber dennoch herrlichen Krimis von Harry Kemelman empfohlen (“Am Freitag schlief der Rabbi lang”, “Am Samstag aß der Rabbi nichts” usw.), die sehr viel von den Schattierungen des – amerikanischen – Judentums transportieren. In diesen Büchern war es Kemelman gelungen, statt eines Pater-Brown-Detektiven den ermittelnden Rabbiner in seine Gemeinde einzubetten, von seinen Sorgen wegen Vertragsverlängerungen zu erzählen, Unterschiede zwischen modernen und traditionsgebundenen Richtungen zu verdeutlichen usw. Einige dieser Romane liegen zwar auch in Form von Hörbüchern vor, doch leider hat der WDR für seine Hörspielfassungen gerade allen religiösen “Ballast” entfernt, der die Bücher erst lesenswert macht. So lohnt der Kauf dieser Hörbücher wahrhaft nicht …

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