3. Jan 2008

Kat. Hörbuch | 0 Kommentare

Ubik – Die Spraydose aus der Vergangenheit

ubik-dick.jpgWas haben eine Tiefkühltruhe, eine Spraydose und Spielbergs “Minority Report” gemeinsam? Richtig: Den Autor Philip K. Dick. Der schrieb 1969 seinen Social-Fiction-Roman “Ubik”, in dem es um eine Gesellschaft geht, in der Telepathen für Großkonzerne arbeiten. Das gefällt aber den Kunden nicht sonderlich und sie sind froh, dass es eine Art “Neutralisierungs-Unternehmen” gibt mit Anti-Telepathen. Der Geschäftsführer weckt gelegentlich seine tiefgekühlte Frau – diese ist schon länger verstorben – wenn er mal nicht weiter weiß. Dann verschwinden plötzlich weltweit psi-begabte Menschen, der Unternehmensleiter fällt einem Anschlag zum Opfer, sein Haupt-Psi-Tester versucht, den Fall aufzuklären. Die Realität verändert sich und dazwischen taucht immer wieder “Ubik” auf … und Ubik könnte eine Spraydose sein …
Mit anderen Worten: In Ubik haben wir nicht den üblichen Science-Fiction-Einheitsbrei nach dem Motto, Pretador 1, 2, 3 … 100. So gesehen kommt dem Roman sein “Alter” zugute. Übrigens: Philip Dicks Vorlage für “Minority Report” stammt von 1956, das mal nur so am Rande.
Bei Audible habe ich die Hörbuchfassung entdeckt, Sprecher ist Dietmar Wunder. Er macht seine Sache zwar gut, ist mir persönlich aber an etlichen Stellen zu “soft” – da hätte ich mir eine “kernigere” Stimme gewünscht. Dauer: 6 1/2 Stunden, Download ca. 21 Euro (bzw. ein Drittel, wenn man es über das Monatsabo erwirbt).

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